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Grebenau: Jahresabschluss ohne Neuverschuldung - Niedrigster Schuldenstand seit 1983 - Magistrat beschafft Geräte für Bauhof
GREBENAU(r.) Alle Jahre wieder, so könnte die frohe Botschaft aus der jüngsten Sitzung des Magistrats lauten, in der Bürgermeister Jürgen Ackermann, wie fast jedes Jahr, eine gute Nachricht verkünden konnte: „Wir werden auch dieses Jahr ohne Kredite auskommen“. Bekanntlich hatte die Stadtverordnetenversammlung mit Verabschiedung des Haushalts 2007 auch einen Kreditrahmen von rund 325.000 € genehmigt, für den der Magistrat Kreditverträge hätte abschließen können. „Wie sich zeigt, ist dies bis Jahresende nicht erforderlich“. Begünstigt werde das erneut schuldenfreie Haushaltsjahr einerseits durch Verschiebung von Aufgaben in das nächste Jahr, andererseits seien auch Zuschüsse für einige Maßnahmen vereinnahmt worden. Fest stehe, dass die Verschuldung mit Ablauf des Jahres 2007 auf die niedrigste Marke seit 1983 falle, 2 Millionen € entsprächen rund 725 € Schulden pro Kopf und Einwohner.
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„In die Jahre gekommen“ – der Bauhof muss mit neuen Geräten ausgestattet werden |
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„Wir dürfen uns allerdings nichts vormachen, in den nächsten Jahren werden gewaltige Aufgaben auf unser Gründchen zukommen“. Dabei sei vor allem die Erfüllung von Pflichtaufgaben wie die Eigenkontrollverordnung (EKVO), die Umstellung der Verwaltung auf doppelte Buchführung (DOPPIK), sowie der komplette Ausbau mehrerer Straßen in Grebenau und Eulersdorf markantes Hinderniss zu einer Haushaltskonsolidierung. „Auch die Wasserwerke haben mit einer Laufzeit von über 40 Jahren eine komplette Erneuerung zur Folge“, legte Ackermann gegenüber unserer Zeitung dar. Insgesamt enthalte der Entwurf des Haushalts 2008 eine Neuverschuldung von 1,3 Mio €, was bei den bisher eingesparten Kreditaufnahmen der vergangenen Jahre einer durchaus durchschnittlichen Neuverschuldung entspreche. In den vergangenen 7 Jahren habe man eine Kreditermächtigung durch die Stadtverordnetenversammlung von 2,5 Mio € erhalten, davon aber nur 890.000 € in Anspruch genommen. Bereits jetzt werde deutlich, dass der Entwurf durch aktuelle Begebenheiten überarbeitet werden müsse. „Der Rainröder Weg in Schwarz wird wohl erst 2009 gefördert, so dass Einsparungen im investiven Bereich sichtbar werden“. Dagegen stünde die Erweiterung des Anbaus an die Johanniterhalle, die Mehrkosten verursachen werde, gleichfalls der Ausbau der Bahnhofstraße, der allein mit fast ¼ Mio. € zu Buche schlage. Letztlich müsse man notwendige Maßnahmen vornehmen, für die die Neuverschuldung zur Verbesserung der Infrastruktur vertretbar sei.
Weiter beschäftigte sich der Magistrat mit Auftragsvergaben, für den Bauhof wurden verschiedene Geräte im Wert von 7.000 € angeschafft. Hinsichtlich der Fundtierpauschale des Tierschutzvereins Alsfeld wolle man sich mit den übrigen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern absprechen, halte aber grundsätzlich die gewünschte Anhebung der Pauschale für angemessen. Die Räumung des Klärschlamms aus dem Schönungsteich der Kläranlage Wallersdorf wurde, wie in den bisherigen Jahren, der Firma Umweltdienste Friedberg übertragen. Wegen der Lagerung des Schlamms im offenen Schlammstapelbehälter werde man sich nochmals mit den Fachausschüssen in Verbindung setzen. „Wir halten hier eine bauliche Veränderung für sinnvoll“. |