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Sackgasse, Umleitung und Geradeaus – „Stationen-Meditation“ zum Buß- und Bettag
Ein ungewohnter Anblick bot sich am Buß- und Bettag den 68 Gottesdienstbesuchern in Schwarz und Udenhausen als sie ihre jeweilige Kirche betraten, um am Abendmahlsgottesdienst teilzunehmen. Auf einem Stuhl vor dem Altar leuchtete in gelber Farbe ein Umleitungsschild. Rechts und links vom Altar standen zwei weitere Verkehrsschilder: ein Sackgassenschild und ein Geradeauspfeil. Dank der Unterstützung der Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung sowie dem städtischen Bauhof war es gelungen, die Verkehrszeichen einmal auf besondere Weise zum Buß- und Bettag zu nutzen. In ihren Schriftlesungen, Meditationstexten und Anmerkungen führte Pfarrvikarin Xenia Mai aus, dass Menschen auf den Wegen ihres Lebens unterwegs sind, aber nicht alle Wege zum Ziel führen. Manche Wege führen in Sackgassen und gefährden Einzelne oder eine ganze Gesellschaft. Darum gelte es herauszufinden, was wirklich zählt im Leben? Welcher Weg sich zu gehen lohnt? Niemand müsse einen einmal eingeschlagenen Weg bis zum bitteren Ende gehen. Jeder habe die Möglichkeit umzukehren. Dass sei manchmal nicht einfach, weil der neue Weg vielleicht länger oder mühsamer ist, einem mehr abverlangt. Aber vielleicht mache er es einem ja auch leichter? Jedenfalls wird es darauf ankommen, mutig in die neue Richtung weiterzugehen. Buß- und Bettag heißt daher: innehalten, stehen bleiben, die Richtung neu bestimmen und dann mutig weiterlaufen. Buß- und Bettag ist also kein Tag, der deprimieren und niederdrücken will, sondern ein Tag, der Menschen dem Leben wieder näher bringen will.
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