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Eheleute Erika und Willi Schwalm feierten Goldene Hochzeit
Als außerordentlich bemerkenswert bezeichnete Bürgermeister Jürgen Ackermann das jahrzehntelange uneigennützige Wirken des Goldenenhochzeitspaares Willi und Erika Schwalm im Vereinsleben und in den kommunalen Gremien ihrer Heimatgemeinde. Ohne seine Ehefrau und ihre tatkräftige Unterstützung hätte der Jubilar, der auch Inhaber des Landesehrenbriefes ist, neben seinem Beruf nicht so viele ehrenamtliche Aufgaben übernehmen können, hob der Rathauschef im Rahmen des Gratulationsbesuches deutlich hervor. Gemeinsam mit Ortsvorsteher Gerhard Agel war er in den Alten Weg nach Reimenrod gekommen, um die Glückwünsche der städtischen Gremien zu überbringen und Dank auszusprechen für die geleistete Arbeit. Gemeinsam ließ man das Leben und Wirken der Jubilare noch einmal Revue passieren.
Während Erika Schwalm geb. Schäfer in Reimenrod geboren und aufgewachsen war, verbrachte Willi Schwalm seine Kindheit und Jugend in Breitenbach am Herzberg. Nach Beendigung der Schule absolvierte er in Bad Hersfeld eine Maurerlehre und war dort bis zu seiner Eheschließung im Jahr 1957 tätig. Nachdem er nach Reimenrod ins Elternhaus seiner Ehefrau umgezogen war, nahm er zunächst eine Maurertätigkeit in Eulersdorf und später bei der Fa. Eifländer in Schwarz auf. Von 1978 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2000 war er im städtischen Bauhof in Grebenau beschäftigt, unter anderem als Bauhofleiter, Wassermeister und Klärwärter. Während Herr Schwalm seiner beruflichen Tätigkeit nachging, betreute seine Ehefrau die beiden Kinder, die die Familie komplettiert hatten, und arbeitete aktiv in der Nebenerwerbslandwirtschaft mit. Bereits als Kind hatte sie oft in der Landwirtschaft helfen müssen, da ihr Vater zum Kriegsdienst herangezogen und im 2.Weltkrieg gefallen war.
Dass sich der Jubilar schnell in seiner neuen Wahlheimat heimisch fühlte, zeigte sich auch daran, dass er schon nach kurzer Zeit Aufgaben in der Gemeinde und im Vereinsleben übernahm. Von 1964 bis 1968 war er 2. Beigeordneter im Gemeindevorstand Reimenrod. Von 1968 bis 1972 vertrat er die Interessen seiner Mitbürger als Gemeindevertreter. Nach der Gebietsreform übernahm er von 1972 bis 1991 die Aufgabe des Ortsvorstehers in Reimenrod und engagierte sich im gleichen Zeitraum als Stadtverordneter in der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Grebenau. Im Kreistag vertrat er von 1981 bis 1989 die Belange der Gründchenbevölkerung und als Schöffe des Ortsgerichts Grebenau I stand er dem Ortsgerichtsvorsteher von 1975 bis 2005 zur Seite. Doch auch im Vereinsleben seiner Wahlheimatgemeinde engagierte sich der aktive Jubilar. So war er von 1967 bis 1969 im Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Reimenrod und von 1969 bis 1984 Wehrführer. Mit dem 1. Feuerwehrtag in Reimenrod, den er iniziiert hatte, wurde das Ansehen der Wehr enorm gestärkt und es kam Auftrieb und junges Leben in die Wehren. Auch in der Jagdgenossenschaft Reimenrod-Eulersdorf war Willi Schwalm aktiv und von 1968 bis 1990 als Jagdvorsteher tätig. Neben der ehrenamtlichen Tätigkeit und der Arbeit fand er immer noch Zeit gemeinsam mit seiner Frau Erika den gemeinsamen Hobbys nachzugehen. So sind die beiden bei den Rassegeflügelzüchtern organisiert und wandern beim IVV Wandern seit vielen Jahren. 3000 km Wanderstrecke sind dabei inzwischen schon zusammengekommen. Das Klettern in den Hochgebirgen während ihrer Urlaubsreisen sowie Skilanglauf gehörten ebenfalls zu ihren gemeinsamen Interessen. Nach einem Skiunfall von Frau Schwalm sind diese Aktivitäten nun leider nicht mehr in dem gewünschten Maße möglich, doch das Jubelpaar bleibt auch weiterhin beim Laufen und Wandern aktiv und erfreut sich außerdem an den drei Enkelkindern, die das Leben der beiden bereichern. Gemeinsam mit der Mutter der Jubilarin und der Familie ihres Sohnes Rüdigers leben die Jubilare in ihrem „4-Generationenhaus“ und lauschen gerne, wenn die Enkelsöhne mit ihren Blasinstrumenten für die Übungsstunden des Posaunenchores üben. Aber auch Tochter Birgit wohnt nur wenige Hundert Meter entfernt in Reimenrod. Der einzige, der zur Zeit nicht in der Nähe lebt, ist Enkelsohn Björn, da er in Berlin studiert.
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