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GREBENAU: Keine Biotonne im Gründchen - Pilotprojekt des ZAV wirft Fragen auf
GREBENAU(R.) “Im Gründchen wird es in absehbarer Zeit keine Biotonne geben“. Zu diesem Ergebnis kommt Bürgermeister Jürgen Ackermann und nimmt Bezug auf die jüngste Sitzung der Verbandsversammlung des ZAV, in der die Auswertung eines Pilotprojektes Bioabfall von der Geschäftsleitung vorgestellt worden war. Bekanntlich hatten sich die Städte Alsfeld, Lauterbach und Schwalmtal an dem Projekt beteiligt, nach Abschluss der Testphase kommt der Vorstand des ZAV zu einem klaren Ergebnis: „Die flächendeckende Einführung ergäbe, auf das Gesamtgebiet gerechnet, sehr hohe Mehrkosten, die nicht kompensiert werden“.
In verschiedenen Kalkulationen wurde dargestellt, dass bei einer zwangsweisen Nutzung die 120 L-Tonne rund 70 € kosten würde, bei freiwilliger nicht flächenweiter Ausweitung sogar 135 €. Die Einführung der Biotonne im Kreis hätte Mehrkosten von rund 1,3 Mio. € zur Folge, dabei würde die Entlastung der Restabfallgebühr durch die Bioabfallgebühr überkompensiert, d.h. in der Gesamtbetrachtung müssten die Mehrkosten umgelegt und zusätzlich finanziert werden. „Alle flächendeckenden Varianten“, so das Ergebnis der Untersuchung, „bedeuten letztendlich eine Gebührenerhöhung“.
Unter diesen Voraussetzungen sieht der Grebenauer Bürgermeister keine Möglichkeit, den fast 200 Interessenten im Gründchen eine Biotonne bereitzustellen. „Wir sind bei unseren Abfragen auch davon ausgegangen, dass die Einführung der Biotonne kostenneutral erfolgt”, machte Ackermann gegenüber unserer Zeitung deutlich. Unter dem Blickwinkel weiterer Kosten (die Gebühren wurden bereits erhöht, die OZ berichtete) dürfte der Anteil derjenigen, die die Biotonne einführen möchten, sinken. Das letzte Wort hinsichtlich der Einführung ist allerdings noch nicht gesprochen, die Verbandsversammlung hat zunächst die Auswertung des Pilotprojektes zur Kenntnis genommen. „Über den weiteren Verlauf der Diskussion werden die Bürger auf den laufenden halten“.
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