Die Werkstatt ist sein Lebenselixier

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Die Werkstatt ist sein Lebenselixier - Konrad Rockel feierte 94. Geburtstag

Bürgermeister Jürgen Ackermann und Ortsvorsteherin Lotti Frick freuten sich, Herrn Konrad Rockel in Grebenau gemeinsam die herzlichsten Glück- und Segenswünsche zum 94. Geburtstag überbringen zu können.
Für den Seniorenclub übermittelte Seniorenbetreuerin Hilde Wettlaufer herzliche Glückwünsche und auch der ehemalige Seniorenbetreuer Emil Schweigert ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren.
Von kirchlicher Seite übermittelte Pfarrer Toralf Kretschmer die besten Glück- und Segenswünsche.
Mit einem gelungen vorgetragenen Geburtstagsständchen am Abend erfreute der Grebenauer Posaunenchor den Jubilar.
Im gesamten Gründchen und weit darüber hinaus ist Konrad Rockel bekannt. So stand das Telefon und die Türklingel am 1. August im Grebenauer Neubaugebiet selten still. Sogar aus Israel erhielt der Jubilar von ehemaligen jüdischen Grebenauer Mitbürgern Gratulationsanrufe.
320KonradRockelIm Kreise seiner Familie und seiner Gäste, darunter seine Verwandten, die extra aus Mainz und Hannover gekommen waren, verbrachte der Jubilar diesen besonderen Geburtstag.

Gemeinsam ließ man das ereignisreiche Leben des aktiven Seniors Revue passieren. Geboren wurde er 1913 in Gelsenkirchen und kam im Alter von 4 Jahren mit seiner Mutter und seiner Schwester nach Grebenau. Schon früh verlor er beide Eltern und erlernte nach der Schule das Sattler- und Polsterhandwerk. Nach dem Zweiten Weltkrieg legte er die Meisterprüfung ab und machte sich als Handwerker selbständig. Später spezialisierte er sich auf Fußböden und arbeitete noch mehrere Jahre in einer großen Frankfurter Firma. Doch auch nach dem Eintritt in den Ruhestand gab Herr Rockel seine Handwerkstätigkeit, die für ihn zeitlebens mehr als nur Beruf war, nicht auf. Bis ins hohe Alter führte er immer wieder Sattler- und Polsterarbeiten aus und wurde im Jahr 1996 mit dem „Goldenen Meisterbrief“ geehrt.
Auch heute noch besucht er täglich „seine Werkstatt“ und wenn es ihm einmal nicht so gut geht, findet er hier neuen Mut und das nötige Lebenselixier.

Nach dem Tod seiner Ehefrau Katharina, die er 1935 geheiratet hatte, verbringt er die Jahre, die Gott ihm noch schenkt, mit der Familie seiner Tochter Ursula.

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