Fahrt der Frauenkreise

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Fahrt der Frauenkreise nach Geiß-Nidda und Bad Salzhausen

Nachdem die gemeinsame Fahrt der Frauenkreise Schwarz, Udenhausen und Brauerschwend nach Geiß-Nidda und Bad Salzhausen, die Vikariatsgemeinden von Pfarrerin Xenia Mai, im März verschoben werden musste, war es im Juni dann endlich soweit. Punkt 12 Uhr sammelte der Busfahrer zunächst die „Udenhäuser“ und fünf Minuten später die „Schwärzer“ ein. Danach ging es über Alsfeld nach Brauerschwend, wo der Bus dann vollständig gefüllt wurde. Während der Fahrt begrüßte Pfarrerin Xenia Mai die Teilnehmerinnen herzlich, besonders auch die männlichen Teilnehmer, die „sich getraut hatten, sich unter die Frauen zu mischen“. Diese Begrüßung löste große Erheiterung aus und sorgte für Zwischenrufe wie zum Beispiel: „Die haben heute mal mitgedurft!“. Die Männer ertrugen das gelassen, schließlich wissen sie ja, was sie ihren Frauen wert sind. Glücklicherweise blieben die angekündigten Gewitter aus, so dass die Gruppe trockenen Fußes im Kurpark von Bad Salzhausen lustwandeln konnte. Wegen der schwülen Luft wurden keine großen Spaziergänge unternommen, sondern nur das Wasserrad, durch dessen Kraft früher große Pumpen bewegt wurden und die Trinkhallen besichtigt. Die meisten zog es allerdings zur Saline, denn dort war die Luft angenehm kühl und erfrischend. Im evangelischen Gemeindezentrum wurde die Gruppe dann von Pfarrer Eberhard Hampel, dem ehemaligen Lehrpfarrer von Pfarrerin Mai, begrüßt. Er führte die Gäste in den Gottesdienstraum, wo allen sofort dessen beeidruckendes Fensterbild ins Auge fiel. Pfarrer Hampel erklärte, dass dieser Raum, bevor er von der Kirchengemeinde gekauft worden war, ein Forschungslabor des Darmstädter Wissenschaftlers Justus von Liebig war. Allerdings sei der Raum früher nicht so hell und lichtdurchflutet gewesen, denn einer seiner Vorgänger habe in der Kirchenchronik festgehalten, dass „eine depressive Atmosphäre“ vorherrschend war, die „der Erbauung keinesfalls diente“. Nach einem gemeinsamen Lied machte sich die Gruppe auf den Weg nach Geiß-Nidda. Dort erwartete sie schon der Seniorenkreis (mit vielen Männern!!!) und einige Mitglieder des Kirchenvorstandes. Nachdem sich Pfarrerin Mai aus den herzlichen Umarmungen befreit hatte, wurden die mitgebrachten Gastgeschenke von den jeweiligen Vorsitzenden der Frauenkreise, Frau Kurth (Udenhausen), Frau Rockel (Schwarz) und Frau Geier (Schwalmtal) an die Vorsitzende des gastgebenden Seniorenkreises, Frau Seum, überreicht. Diese bedankte sich herzlich und eröffnete das Kuchenbuffet. Während des Kaffeetrinkens entwickelten sich angeregte Gespräche, denn einige „Geisener“ wurden von den „Schwärzern“ und „Udenhäusern“ wiedererkannt, weil sie bei der Ordinationsfeier von Pfarrerin Mai schon einmal in Schwarz gewesen waren. Durch den Pfarrgarten ging es dann hinüber in die wunderschöne dreischiffige Kirche aus dem 13. Jh.. Sie wurde nach der Art einer Basilika erbaut und sieht sehr beeindruckend aus - eine echte Kostbarkeit, die man in einem kleinen Dorf so nicht vermutet hatte. Pfarrer Hampel erklärte, dass sie wahrscheinlich eine Wallfahrtskirche war, die dem Heiligen Nikolaus geweiht worden war. Diese schmucke kleine Kirche war der geeignetste Ort um einen wunderschönen Tag ausklingen zu lassen. Nachdem Pfarrer Hampel einen Reisesegen gesprochen hatte, stimmten alle noch ein letztes Lied an. Der Klang war sehr beeindruckend, was nicht verwunderte, denn schließlich waren aus allen Orten viele geübte Sängerinnen und Sänger anwesend. Bevor die Gäste wieder in den Bus stiegen und sich auf den Heimweg begaben, drückte Pfarrerin Mai noch ihren Dank für die Einladung und den schönen Nachmittag aus und lud den Seniorenkreis Geiß-Nidda/Bad Salzhausen zu einem Gegenbesuch nach Schwarz und Udenhausen ein.

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