Schlussgottesdienst

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Schlussgottesdienst des 31. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Köln

Vielleicht erinnern Sie sich noch, dass ich mich schon zu Beginn meiner Amtszeit in einem Gemeindebrief als leidenschaftliche Kirchentagsfahrerin bezeichnet habe. Der 31. Deutsche Evangelische Kirchentag fand in diesem Jahr vom 06.-10. Juni in Köln statt. Leider war es mir krankheitsbedingt nicht möglich nach Köln zu fahren. Das tat mir leid und ich überlegte, ob ich den Kirchentag dann wenigstens im Fernsehen mitverfolgen sollte. Dann entschied ich, den Kirchentag ganz zu ignorieren, weil ich mich nicht dauernd schmerzhaft daran erinnern lassen wollte, dass ich diesmal nicht dabei sein kann. Den Schlussgottesdienst wollte ich mir aber wenigstens im Fernsehen anschauen. So weit, so gut - doch plötzlich wurden meine Überlegungen jäh durch die Erkenntnis unterbrochen, dass das ja gar nicht geht. Wie sollte ich selbst zwei Gottesdienste feiern und zeitgleich einen im Fernsehen ansehen? So entstand die Idee, den Abschlussgottesdienst ins evangelische Gemeindehaus Schwarz zu übertragen und mit beiden Gemeinden gemeinsam die Fernsehübertragung zu verfolgen. Damit wir aber nicht nur Fernsehen, sondern auch das Gefühl haben einen Gottesdienst zu feiern, wollte ich das Liedblatt des Schlussgottesdienstes besorgen und Abendmahl im Gemeindehaus feiern. Auf diese Art und Weise würden dann auch gleich die neuen Kirchentagsabendmahlsbecher und -schüsseln würdig zum Einsatz kommen. Diese Idee versetzte mich in Hochstimmung und ließ mich fast gar nicht mehr an den „verpassten“ Kirchentag denken. Doch als dann mehrmals täglich von Freunden und Bekannten eine SMS auf meinem Handy ankam, mit Grüßen aus Köln, bzw. mit der Anfrage, in welcher Veranstaltung ich gerade sei und wo wir uns treffen könnten, da wurde es mir doch wieder wehmütig ums Herz. Außerdem gestaltete sich der Versuch an die Liedblätter des Schlussgottesdienstes zu kommen als äußerst schwierig. Durch die politische Lage im Zusammenhang mit den Vorkommnissen während des G8-Gipfels, wurden die Liedblätter wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Doch nach vielen Telefonaten und E-Mails gelang es mir dann doch noch einige Exemplare zu bekommen. Dank der von Klaus Krug zur Verfügung gestellten technischen Geräte, der Erlaubnis von Herbert und Erna Eidt ihre Satellitenanlage anzuzapfen und der tatkräftiger Unterstützung von Heinz-Wilhelm und Hannah Becker, konnte die Idee dann schließlich Wirklichkeit werden. Am 10. Juni verfolgten dann ca. 40 Gemeindeglieder die Übertragung des Gottesdienst im Gemeindehaus, sangen die Lieder vom Originalliedblatt und feierten anschließend mit den Original Kirchentagsbechern das Abendmahl mit Saft, Fladenbrot und Trauben. Es war für alle ein gelungener Gottesdienst. Bei einigen hat er sogar Lust geweckt, zum Kirchentag zu fahren, um diese einmalige Atmosphäre einmal selbst zu erleben. Na, dann sehen wir uns ja vielleicht beim 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Bremen (20.-24. Mai 2009) – So Gott will und wir leben!

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