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Grebenau: Waldbesichtigung lockte viele Zuschauer – Information durch Hessisches Forstamt Romrod – Ackermann: Gute Zusammenarbeit mit Hessen-Forst
GREBENAU(r.) Mit so vielen Teilnehmern hatte die Vorsitzende des Ausschusses für Bauen, Landwirtschaft und Umwelt, Anette Ackermann, gar nicht gerechnet, als am Wochenende auf der „Kuppe“ bei Reimenrod nahezu 25 Interessierte sich eingefunden hatten, um an der Besichtigung des Stadtwaldes teilzunehmen. Allerdings war das Referententeam auch hochkompetent besetzt, Dienststellenleiter Forstoberrat Hans-Jürgen Rupp vom Forstamt Romrod sowie Revierleiter Forstamtmann Jürgen Braun informierten die Mitglieder des Ausschusses, Stadträte sowie Zuschauer anschauungsreich und informativ.
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An der „Kuppe“ bei Reimenrod: Fachgespräche zum Stadtwald interessieren die Zuschauer |
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Mit einer Gesamtgröße von 82,1 ha sei der Stadtwald in überschaubarer Größe, 75 % der Waldbestände „sind in guter bis sehr guter Geländewasserhaltung, 25 % zeichnen sich durch ungünstigen Wasserhaushalt aus.“ Man habe Eichen, Buchen und Fichten, der Schwerpunkt der Bestockung liege aber bei der Kiefer, der fast 50 % des Bestandes ausmache. „Wir haben fast 320 Erntefestmeter (Efm) im Jahr, darunter dominiert erneut die Kiefer“, legten die beiden Forstreferenten dem Publikum dar.
Revierleiter Jürgen Braun gab einen Rückblick über das vergangene und einen Ausblick zum derzeitigen Forstjahr, der Holzeinschlag mit 430 Efm seit – auch wegen Kyrill – auf 607 Efm angestiegen, für dieses Jahr habe man aber wieder 420 Efm festgelegt. Bei der Waldpflege sei die „Läuterung“ bei 3 ha mit der Reduktion von Birken erforderlich, auch Kalkung werde in diesem Jahr wieder erfolgen. „Der Sturm Kyrill hat den Stadtwald nicht allzu stark getroffen“, 130 bis 200 Efm gingen auf das Konto der Naturkatastrophe. Die Forstreferenten machten anlässlich der Waldbesichtigung auch deutlich, dass man zurzeit einen extrem schwierigen Holzmarkt habe. Bisherige Unternehmer seien für den Holzeinschlag nicht mehr verfügbar, deshalb müsse man auf geplante Ausgaben, insbesondere im Bereich der Waldpflege und des Waldschutzes verzichten. Dennoch habe man ein gutes Betriebsergebnis für 2006 erzielt, der Gesamtüberschuss liege bei ca. 15.000 €, für dieses Jahr rechne man allerdings mit einem Zuschussbedarf von 1.500 €.
Zahlreiche Fragen und Anregungen wurden während der Waldwanderung gestellt bzw. gegeben, der Grebenauer Bürgermeister konnte am Ende des eindrucksvollen Nachmittags den Repräsentanten von Hessen-Forst mit auf den Weg geben: „Wir werden weiterhin unsere gute Zusammenarbeit fortsetzen.“ Auch werde der Einsatz des Großmulchers zusammen mit Revierleiter Jürgen Braun in nächster Zeit organisiert, auch hierzu werde die interessierte Bevölkerung eingeladen. |