|
Vortrag von Dr. Stefan Zinn, Alsfeld, am 8. Mai zum Thema "Das teuflische Dreieck"
Aufmerksame Zuhörer hatte Herr Dr. Zinn aus Alsfeld, Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie und Diabetes, im vollbesetzten Sitzungssaal des Rathauses in Grebenau. Eingeladen hatten der VdK Ortsverband Grebenau und der Landfrauenverein Gründchen.
Das Thema "Das teuflische Dreieck" beschäftigte sich mit Bluthochdruck, Diabetes und Nierenerkrankung. Der Referent legte dar, dass die Zahl der Dialysepatienten jährlich um 5 - 7 % wachse. Hauptgrund für die Zunahme sei der Typ II Diabetes. Jeder 3. Diabetiker wird nach Aussage von Dr. Zinn in Folge Nierenpatient. Die Krankheit Diabetes könne man mit einem Eisberg vergleichen, die sichtbare Spitze werde behandelt, doch sehr viele Menschen wüssten nicht, dass sie Diabetes haben.
Der zweite Grund zu einer Nierenerkrankung sei oft Bluthochdruck, der nicht erkannt, nicht behandelt oder schlecht eingestellt sei. Hier nannte er die Werte 140 zu 80 - 90, die nach heutiger Sicht möglichst nicht überschritten werden sollten. Bei Bluthochdruck müsse eine individuelle Auswahl und Kombination von Hochdruckmedikamenten zum Erreichen der Zielwerte führen.
Dr. Zinn stellte die Frage "wo ist die Not der Niere?" Das größte Problem sei der Organmangel zur Transplantation. In Deutschland gibt es zu wenig Spender im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern. Auf das Thema Organspende ging der Referent besonders ein. Er erläuterte auch die verschiedenen Anwendungen bei der Blutwäsche. Interessant war die Aussage, dass bereits 1925 in Gießen die 1. Dialyse durchgeführt wurde. Heute müssen Dialysepatienten, bei denen mit der Maschine die Blutwäsche vollzogen wird, 3 mal wöchentlich je 4 Std. behandelt werden. Das Netz der Dialysezentren sei sehr dicht in Deutschland.
Die Niere reguliert den Wasserhaushalt, den Sauer- und Basenhaushalt, die Blutsalze und den Blutdruck. Sie ist wichtig für die Bildung von Hormonen und Vitaminen. Nicht jede Nierenerkrankung muss eine Dialysebehandlung nach sich ziehen. Rechtzeitige Behandlung kann Schlimmeres verhindern. Um die Gefahr einer Nierenerkrankung zu erkennen, sollte man regelmäßig Kontrollen durchführen lassen.
Der Vorsitzende des VdK Ortsverbands Grebenau, Karl Kreuzer, und die Vorsitzende des Landfrauenvereins Gründchen, Margot Theis, bedankten sich zum Schluss bei Herrn Dr. Zinn für die umfangreichen und interessanten Ausführungen mit einem kleinen Geschenk.
|