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Grebenau: Historischer Tiefstand bei Schulden – Jahresrechnung 2006 in Vorbereitung – Kanalsanierung bindet Mittel
GREBENAU(r.) „Wir steuern auf einen historischen Tiefstand bei den Schulden zu“. Diese grundsätzlich Aussage machte Bürgermeister Jürgen Ackermann gegenüber seiner Kassenverwalterin Andrea Eifert, als diese die Eckdaten der Jahresrechnung 2006 vorlegte. 2.225.276 € gegenüber 3.986.000 € Ende 1990 machten deutlich: „Wir haben in den letzten 17 Jahren knapp 1,8 Mio. € Schulden abgebaut“. Der Verschuldensgrad, dieser zeige das Verhältnis von Investitionen zu Zins und Tilgung auf, liege bei 33 %, mithin ein inzwischen guter Wert.
Auch die derzeit laufende Prüfung des Landesrechnungshofes, bei der 25 kleinere Gemeinden einer so genannten Vollprüfung unterzogen werden, gebe den politischen Entscheidern im Gründchen gute Noten: „Die absolute Verschuldung nahm ab. Dies ist besonders vor dem Hintergrund sinkender Einnahmen des Verwaltungshaushalts Zeichen einer gelungenen Konsolidierung. Angesichts der auch im vergangenen Jahr vorgenommenen Verbesserungen der Infrastruktur sei das vorläufige Ergebnis der Jahresrechnung besonders zu werten. Die Fertigstellung der Schlitzer Straße und der Brücke in der Bahnhofstraße, das Feuerwehrgerätehaus in Bieben und der Rad-/Wanderweg Grebenau – Udenhausen, letztlich auch das dort befindliche Wasserwerk hätten erhebliche Kosten verursacht, die einerseits durch ein diszipliniertes Ausgabeverhalten, andererseits auch die Ausschöpfung aller Zuschussmöglichkeiten hätten aufgefangen werden können.
Der Grebenauer Rathauschef, der sich durch das „Lob des Landesrechnungshofes“ in seinem jahrelang restriktiven Finanzgebaren bestätigt fühle, wolle auch in nächster Zeit den Schwerpunkt auf die Pflichtaufgaben des Städtchens setzen. „Wir haben für den Straßen- und Kanalbau über 400.000 € im laufenden Haushalt stehen, nochmals werden erhebliche Ausgaben am Hang in Eulersdorf erforderlich“. Auch verhehle er nicht die „unangenehme Post“ aus dem Landratsamt zur Genehmigung des diesjährigen Haushalts. Bekanntlich hatte die Finanzaufsicht die städtischen Gremien aufgefordert, bei den Entwässerungsgebühren einen Kostendeckungsgrad von 90 % zu erreichen und die Kreditaufnahme an diese Bedingung geknüpft. „Hierüber werden wir im Rahmen der notwendigen Beratungen zum Nachtragshaushalt 2007 im Herbst beraten müssen“. Ackermann will die Stadtverordneten dann auch den aus seiner Sicht positiven Bericht des Landesrechnungshofes vorstellen. Dieser widerspreche im Bereich des Abwassers klar der aufsichtsbehördlichen Anordnung. „Die Stadt Grebenau erreichte im Unterabschnitt Abwasser einen durchschnittlichen Kostendeckungsgrad von 90,5 %“.
Der Grebenauer Bürgermeister bereite derzeit die Abschlussarbeiten für die Jahresrechung 2006 vor, hierzu werde auch der HFA nochmals über die im vergangenen Jahr entstandenen über- und außerplanmäßigen Ausgaben zu befinden haben. „Nachdem wir aber einen Überschuss von 93.711.09 € „erwirtschaftet“ haben, dürften die Beratungen konstruktiv verlaufen.”
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