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Astrid-Lindgren-Schule Grebenau
Die Waldkiefer: Baum des Jahres 2007 - Schüler pflanzten mit Förster Arno Eifert Kiefern
„Kinder die Kiefer ist ein toller Baum: Ihr Harz ist Grundstoff für viele Dinge, sogar für Kaugummi und aus 50 Millionen Jahre alten versteinerten Harztropfen kann man Bernsteinschmuck herstellen. Wenn ihr in die Ferien an die Ostsee fahrt, könnt ihr mit etwas Glück am Strand ein Stück Bernstein finden“ sagte Förster Arno Eifert zu Beginn der Pflanzaktion ”Am Tag des Baumes“ zu den Kids der Astrid-Lindgren–Schule in Grebenau.
Die Kiefer (Pinus silvestris) ist ein genügsamer Baum, keine andere heimische Baumart hat ein so riesiges Verbreitungsgebiet wie dieser anspruchslose Überlebenskünstler. Als lichtbedürftige Pionierbaumart ist sie gerade für die Aufforstung armer und trockener Standorte geeignet. Für die Forstwirtschaft im Gründchen war sie lange Jahre der „Brotbaum“. Wegen ihrer hervorragenden Wertholzqualität ist die “Grebenauer Kiefer“ bundesweit bekannt. Die zweinadelige, immergrüne Kiefer, deren Name erst durch Luthers Bibelübersetzung aus der Zusammensetzung der Wörter „Kien“ (harzreiches Holz) und Föhre entstanden ist, weist am Stammfuß eine graubraune, plattige Borke und im oberen Stammbereich eine fuchsrote, dünne Spiegelrinde auf. Eine wichtige Verwendung, an die sich die ältere Generation noch lebhaft erinnert, war die Harznutzung. Nach Entfernen der Rinde wurde die Kiefer an einer Seite fischgrätartig angeritzt und mittels angehängter Töpfchen wurden pro Baum im Frühjahr 1–4 kg flüssiges Harz aufgefangen. Harz ist Grundstoff für Terpentinöl und Kolophonium, Kosmetika, Heilmittel, Lacke, Linoleum, Buchdruckerschwärze und Geigenbogenharz. Früher wurden auch noch Wagenschmiere (daher „Schmier- oder Schmeerofen) und Holzteer (Pech) zum Abdichten von Holzfässern und Booten gewonnen.
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Den Kindern der Astrid-Lindgren–Schule in Grebenau, begleitet und betreut von den Lehrern Lothar Hartl und Sabine Bartel, der Natur- und Vogelschutzgruppe Schwarz sowie vom Team des Ausbildungszentrum für Naturschutz im Vogelsbergkreis (AZN) aus Kirtorf mit Umweltpädagogen Martin Jatho und Ethnologin Bettina Dören macht die Pflanzung der 200 Kiefernbäume riesigen Spaß. “Super und Vollgeil“ fanden die Kids auch das „Riechspiel“, bei dem verschiedene Produkte aus Kiefernadeln wie Latschenöl und Franzbranntwein, Harz und Holzteer „erschnüffelt“ werden konnten.
Für die kleinen, fleißigen Pflanzer gab es gegen das Versprechen sich weiterhin um das wachsen und gedeihen der Kiefernbäume zu kümmern, noch einen „ Baumpaten-Kienappel“ und einen schmucken baltischen Bernstein.
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