Landfrauenverein Gründchen

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Landfrauenverein Gründchen - 2-Tage-Fahrt in die Urlaubsregion Saale-Unstrut

SaUnAm ersten Wochenende im November machten die Landfrauen aus Grebenau mit Anhang eine 2-tägige Busreise in die Urlaubsregion Saale-Unstrut. Es war schon herbstlich frisch, doch alle hatten die richtige Kleidung mitgenommen, sodass der manchmal recht raue Wind den Fahrtteilnehmern bei den Besichtigungen nicht viel ausmachte.

Schon früh am Morgen war die Abfahrt in Grebenau geplant, es ging über die Autobahn an Eisenach und Erfurt vorbei. Herbstlich bunte Wälder erfreuten mit ihren schönen Farben; von weitem konnte man die Berge des Thüringer Waldes sehen, die vereinzelt schon mit Schnee bedeckt waren. Nach einer Frühstückspause auf der Raststätte Eichelborn  erreichte man die Stadt Naumburg. Hier war eine kombinierte Stadt- und Dombesichtigung angesagt.
Die Stadtführerin - in mittelalterlicher Kleidung - konnte bei einem Spaziergang durch die schöne Altstadt viele Sehenswürdigkeiten zeigen und so manches aus der Geschichte von Naumburg berichten. Die Markgrafen von Meißen errichteten um 1000 n. Ch. ihre neue Burg, die Nuwenburg, worauf sich der heutige Name zurückführen lässt. Nach Verlegung des Bischofssitzes von Zeitz nach Naumburg wurde 1042 bereits der erste Dom geweiht. Im 12. Jahrhundert bringen Kaufleute, Gewerbetreibende, Handwerker und eine rege Messetätigkeit der Stadt Reichtum und Ansehen. Die Stadt wurde Mitglied der Hanse. Im 13. Jahrhundert war Baubeginn des spätromanischen Domes. Naumburg blieb im 2. Weltkrieg weitgehend von Zerstörungen verschont. In 1991 wurde Naumburg Modellstadt für Stadtsanierung, was man heute sehr positiv sehen kann. 1994 wurde die Stadt Kreisstadt des Burgenlandkreises.

UtaBei der Besichtigung des Domes waren besonders die beiden Lettner, die den West- und Ostchor abschirmen, bemerkenswert. Vor allem der Westlettner ist außerordentlich kunstvoll gestaltet. Den adligen Stiftern wurde im Dom ein Denkmal gesetzt. Im Westchor sind zwölf lebensnah gestaltete Standbilder vereint, von denen die "Uta von Naumburg" sicher das bekannteste ist. Alle werden einem namentlich unbekannten Bildhauer zugeordnet, der der "Naumburger Meister" genannt wird.

Nach dem Mittagessen ging die Weiterfahrt zum Schloss Neuenburg bei Freyburg. Eine Schlossführung mit Museumsbesuch schloss sich für Interessierte an. Die Neuenburg ist eine Schwesternburg der Wartburg mit einem mächtigen Bergfried, dem "Dicken Wilhelm". Zu Fuß ging es dann zum nicht weit davon gelegenen Berghotel zum Edelacker, das einen schönen Blick auf das Städtchen Freyburg bietet. Hier wurde der Abend in gemütlicher Runde bei Wein aus der Region verbracht. Jahrhundertelang lebten die Menschen hier von zwei Erwerbsquellen, das waren Wein und Stein. Alle bebaubaren, der Sonne zugewandten Hänge sind mit Wein bepflanzt. Der Stein als Erwerbsquelle ist der Muschelkalk, der ein vorzüglicher Werk- und Baustein ist und für die Bildhauer immer wieder die Grundlage für Bildnisse und Denkmale war und ist.

FassNach einem guten Frühstück ging es am nächsten Morgen zur bekannten Sektkellerei Rotkäppchen, wo eine Besichtigung mit Sektprobe auf die Gruppe wartete. Die Sektkellerei, die in diesem Jahr ihr 150. Jubiläum feiert, ist eine der größten Sekthersteller Deutschlands. Entsprechend beeindruckend war die Führung durch die Gebäude der historischen Kellerei, die auch Schauplatz für zahlreiche kulturelle Ereignisse in Freyburg sind. Im wahrsten Sinne des Wortes ist das größte geschnitzte Cuvéefass Deutschlands eine große Sehenswürdigkeit Freyburgs, das aus 25 Eichen gebaut wurde und ein Fassungsvermögen von 120.000 Litern hat. Nach einer sehr lustigen Sektprobe ging die Fahrt weiter nach Wiehe, einer historischen Kleinstadt im Norden von Thüringen, direkt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt gelegen.

Hier war die Gelegenheit gegeben, eine Modellbahnausstellung zu besuchen. Man konnte eintauchen in eine einzigartige Modellbahnerlebniswelt, mit Anlagen in allen Spurweiten, mit bekannten Bahnhöfen, Städten und Sehenswürdigkeiten verschiedener Länder. Die Reise mit dem Orientexpress wird dargestellt wie auch eine Reise durch die USA von Ost nach West mit Wolkenkratzern in New York, der Freiheitsstatue, mit dem Empire State Building sowie den Präsidentenköpfen am Mount Rushmore.

Dann war es an der Zeit, die Heimreise anzutreten. Ein gemeinsames Abendessen bildete den Abschluss der sehr informativen Busreise. Voller Erlebnisse, die die Reisegruppe in den beiden Tagen gehabt hatte, kamen alle wieder wohlbehalten im Gründchen an.

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