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Tagesausflug des VdK-Ortsverbandes Grebenau in die Rhön
Auch in diesem Jahr führte der alljährliche Tagesausflug des VdK-Ortsverbandes Grebenau in die Rhön, das Land der offenen Fernen, wie es auf einem Prospekt genannt wird. Werner Ludwig, der "Rhönexperte", hatte, wie auch in den Jahren davor, eine bestens ausgearbeitete Route durch die Rhön vorbereitet.
Bei schönem Sommerwetter startete der Bus früh am Morgen im Gründchen. Vorsitzender Karl Kreuzer konnte wieder eine große Teilnehmerzahl begrüßen. Zunächst ging es über Hünfeld und Rasdorf zum Point Alpha, einer Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte an der Grenze von Hessen und Thüringen. In zwei Gruppen wurden die Fahrtteilnehmer von kompetenten Führern über die Ereignisse und die Schicksale der Menschen, die hier zur Zeit des kalten Krieges wohnten, als sich Nato und Warschauer Pakt gegenüber standen, unterrichtet. Da hörte man von dem 5 km Streifen an der Grenze im Osten, der nur mit Passierschein betreten werden konnte. Sogar Zwangsaussiedlungen aus dieser Gegend wurden vorgenommen, um das Gebiet besser kontrollieren zu können.
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Im Grenzmuseum "Das blaue Haus" kann man originalgetreu die Grenzbefestigungen der innerdeutschen Grenze, die 1400 km lang war und 500 Wachtürme hatte, besichtigen. Da war der Metallgitterzaun mit Selbstschussanlagen, 500 m dahinter ein Signalzaun sowie Gräben und Beleuchtungsanlagen, die alle dazu dienten, die Menschen an der Flucht zu hindern. Der Drang nach der Freiheit im Westen wird durch viele Fluchtschicksale dokumentiert. Mit viel Phantasie wurden Wege in die Freiheit geplant, die nur allzu oft mit dem Tod im Minenfeld ihr schlimmes Ende fanden. Ein kleiner Spaziergang auf dem ehemaligen Grenzgebiet führte die Gruppe zum amerikanischen Grenzpunkt mit Aussichtsturm und Gedenkstätte. Hier konnte man nachvollziehen, wie die Amerikaner sich vorbereitet hatten, die Grenze im Westen zu sichern.
Nach der interessanten Besichtigung des Point Alpha ging die Busfahrt weiter durch die schöne Landschaft der Rhön über Tann bis zum Eisenacher Haus in der Nähe von Frankenheim. Werner Ludwig wusste unterwegs viel Interessantes zu erzählen. Im Eisenacher Haus, einem ehemaligen Stasigebäude, das heute als Restaurant und Hotel sehr schön renoviert wurde, wurde das Mittagessen eingenommen. Bevor die Fahrt weiterging, konnte man noch auf den Ellenbogen gehen, der mit 813 m Höhe einen wunderschönen Rhönblick freigibt.
Das nächste Ziel, die Stadt Fladungen, war schnell erreicht. Hier fand an diesem Sonntag das Marktfest statt. Die Fahrtteilnehmer hatten genügend Zeit zur freien Verfügung, an dem Stadtfest teilzunehmen oder auch das Fränkische Feilandmuseum in Fladungen zu besuchen. Beides wurde rege in Anspruch genommen.
Pünktlich zur vereinbarten Zeit waren alle wieder beim Bus und die Heimfahrt konnte gutgelaunt angetreten werden. Der Vorsitzende Karl Kreuzer bedankte sich bei allen, die diesen schönen Ausflug organisiert hatten, besonders aber bei Werner Ludwig, der keine Mühen gescheut hatte, dass es eine schöne Rhönfahrt wurde. Die Fahrtteilnehmer zeigten sich vollauf zufrieden und es wurde schon diskutiert, wohin die Fahrt in 2007 gehen könnte.
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