|
OVAG News - Nur der Fachmann darf an diesen Kasten - Was tun bei einem Defekt der Hausanschlusssicherung
Wenn von einem Moment auf den anderen das Licht im Wohnzimmer ausfällt, der Eisschrank die Getränke während heißer Tage nicht mehr kühlt, sondern eher lauwarm umschmeichelt oder der Fernseher von jetzt auf gleich seinen Geist aufgibt (womöglich noch während der Auflösung des Krimis), eilt der derart in seinem zivilisatorischen Nerv getroffene Zeitgenosse in der Regel zum Kasten mit den Sicherungen, um nachzuschauen ob eine solche durchgebrannt ist.
„Wobei die Sicherungen in der so genannten Zähler-/Unterverteilung, die gewöhnlich abschalten, eigentlich nicht durchbrennen können“, konkretisiert Klaus Riess, bei der OVAG Leiter des Netzbezirks Friedberg. „Das sind nämlich Schalter, die bei einer zu hohen Belastung durch die Benutzung zu vieler elektrischer Geräte schlichtweg ausschalten, um einen Brand im Stromkabel zu verhindern.“ Wenn man die bekannte Überlastung beseitigt hat, kann man ohne Probleme und Gefahr den entsprechenden Schalter durch einen minimalen Druck wieder in jene Stellung bringen, welche grünes Licht für die Strom abhängigen Annehmlichkeiten unseres Alltags gewährleistet.
Was aber, wenn wir im Zimmer anschließend immer noch im Dunkeln tappen, der Kühlschrank weiterhin boykottiert und uns die Mattscheibe darüber im Unklaren lässt, wer der Mörder ist? „Dann liegt nahe, dass eine Hausanschluss- oder Zählervorsicherung defekt ist“, verweist Klaus Riess.
Der Hausanschluss sitzt in einem kleinen verplombten Kasten zumeist im Keller des Wohnhauses oder – falls noch ein Dachständer vorhanden – in der Mansarde. Hier fließt der Strom von draußen herein, um mittels Leitung zum Zählerschrank zu gelangen, welcher wiederum die elektrische Energie auf die einzelnen Räume verteilt.
Oft Ursache für den Defekt, wenn der Hausbesitzer oder Mieter elektrischen Geräten zur selben Zeit zu viel abverlangt. Klaus Riess: „Besonders oft geschieht das dort, wo noch Wechselstromzähler vorhanden sind. Zumal dann nicht selten nur eine Sicherung von 25 Ampere vorhanden ist. Diese Defekte treten kaum bei Drehstrom mit 400 Volt auf, wenn drei Sicherungen mit jeweils 63 Ampere eingesetzt werden.“
Vorsicht! Lebensgefahr!
Ist also eine Sicherung im Hausanschluss tatsächlich defekt, ist diese auszutauschen, da der millimeterdünne Sicherungsdraht durchgeglüht ist. Doch Vorsicht: die Auswechslung darf nach den gesetzlichen Regelungen ausschließlich der bei der OVAG registrierte Fachmann vornehmen, denn wenn ein Laie den Kasten mit der Hausanschlusssicherung öffnet und sich nicht mit der Technik auskennt, droht nicht nur die Gefahr eines Stromschlags, sondern ebenso ein Kurzschluss, der wiederum einen Lichtbogen hervorrufen kann. Hört sich harmlos an, ist aber ein Feuerball, der es bis zu 800 Grad Hitze bringen kann.
Die mit Sicherheitskleidung ausgerüsteten Fachleute sind deswegen zusätzlich mit einem Helm mit Gesichtsschutz sowie mit einem Sicherungsgriff mit Stulpe ausgerüstet.
Den Austausch nimmt jeder von der OVAG dafür eingetragene Elektroinstallateur vor. Jedoch ebenso der Notdienst der OVAG, zu jeder Tageszeit, an jedem Tag im Jahr. „Unseren Kunden nennen wir beim Anruf stets die Kosten die bei uns, unabhängig von der Anfahrtsstrecke, anfallen. Der Kunde, kann selbst entscheiden, ob er unseren Notdienst in Anspruch nimmt oder den örtlichen Installateur wählt. Man sollte hier nur einen solchen beauftragen, der eine Plombenzange hat, damit er die Anlage wieder in den ordnungsgemäßen Zustand versetzen kann und nicht die OVAG zum kostenpflichtigen plombieren holen muss“, erläutert Klaus Riess.
Nach einem derartigen Vorfall ist angeraten, zumindest darüber nachzudenken, ob nicht eine Verstärkung des Hausanschlusses gewählt werden sollte, um einen weiteren Kollaps, hervorgerufen durch leistungsstarke Geräte, künftig zu vermeiden.
Informationen zu diesem Thema bei der OVAG unter der Rufnummer 06031/820
|