Geballte Informationen im Ausschuss

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320BLUGrebenau: Geballte Informationen im Ausschuss – FFH und Regionalplan Schwerpunkte – Anhörung bis 31. Oktober

GREBENAU(r.) Ausgesprochen gut besucht war die jüngste Sitzung des Ausschusses für Bauen, Landwirtschaft und Umwelt, zu der Vorsitzende Anette Ackermann neben den Ausschussmitgliedern und dem Magistrat insbesondere Frau Martina Rudolf vom Amt für den ländlichen Raum und Frau Dipl.-Ing. Gertrud Fuchs von der Regionalplanung beim Regierungspräsidenten in Gießen begrüßen konnte. Hintergrund der hochkarätig besetzten Ausschusssitzung: Aktuelle Themen und FFH-Management und  der Entwurf des Regionalplanes Mittelhessen.

Den Anfang machte Martina Rudolf, die in ihren Vortrag das neue Gebietsmanagement für FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat) darstellte. Insbesondere Flächen in Schwarz hinter dem Kalkberg seinen als Pilotprojekt in die Betreuung mit aufgenommen. Künftig werde man Bewirtschaftungspläne dieser Bereiche aufstellen und mittelfristige Maßnahmen anstreben. Wichtig sei, dies in Absprache mit den Beteiligten, auch den Kommunen umzusetzen, denn: „Wenn man nichts macht, wird sich alles verändern“. Revierförster Arno Eidt, der auch aus Vorsitzender des örtlichen NVS wertvolle Hinweise während der Sitzung geben konnte, machte deutlich: „Wir sollten in der nächsten Sitzung vor Ort in Wald und Feld sein, dann können wir ein besseres Verständnis für die Natur erhalten.

Politischen Sprengstoff hatte die zweite Referentin, Dipl.-Ing. Gertrud Fuchs von der Regionalplanung in Gießen mitgebracht: Der Entwurf des Regionalplanes, der den Städten und Gemeinden seit dem 1. August zur Anhörung vorliegt, mache deutlich: Bis zum Jahr 2020 werden sich einschneidende demografische Veränderungen ergeben, allein in Grebenau rechne man mit einer 7-prozentigen Abnahme der Bevölkerung bei gleichzeitiger Überalterung. „Das hat Konsequenzen, die sich auch beim Siedlungsflächenbedarf widerspiegeln.“ So könne für Grebenau nur noch ein Siedlungsbedarf von 14 ha festgeschrieben werden, deutliche Empfehlung der Regionalplanerin: „Weisen Sie keine neuen Baugebiete mehr aus!“. Dass dies nicht ohne Widerspruch im Ausschuss bleiben konnte, wurde an Redebeiträgen von Ernst Zimmer, Rudolf Dippel, Ernst Hölscher und Jürgen Ackermann deutlich. Letztlich sei aber, so die Referentin abschließend, ein Umdenken in der Kommunalpolitik zur zentralen Grundversorgung nötig: „Sie müssen jetzt reagieren, sonst ist es zu spät“.

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