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Grebenau: Eigenkontrollverordnung wächst Gemeinden über den Kopf – Ausbau der Bahnhofstraße beantragt – Magistrat schlägt Erika Schmidt und Walter Theis für Ehrenpreis vor
GREBENAU(r.) „Die Eigenkontrolle von kommunalen Abwasseranlagen und Leitungen wird die Gemeinden in den finanziellen Ruin treiben,“ diese grundsätzliche Aussage machte Bürgermeister Jürgen Ackermann während der jüngsten Sitzung des Magistrats im Grebenauer Sitzungssaal. Hintergrund: Bis Jahresende müssen alle hessischen Städte und Gemeinden die Erstüberprüfung des Kanalnetzes durchgeführt haben. Ausdrücklich hatte hier das Amt für Aufsichts- und Ordnungsangelegenheiten – Abteilung Wasser- und Bodenschutz - die Stadt hingewiesen und eine Überarbeitung der Eigenkontrollberichte verlangt. Zwischenzeitlich habe der Grebenauer Bürgermeister mit dem zuständigen Ingenieurbüro Müller/Schöneck eine öffentliche Ausschreibung der restlichen Stadtteile Grebenau, Wallersdorf und Schwarz veranlasst. „Hier kommen leicht 54.000 € an Kosten für Fernsehuntersuchungen und Auswertungen zusammen.“
Nicht berücksichtigt sei auch, dass nach der Untersuchung festgestellte Schäden (ZK 0 und 1) im Rahmen der technischen Möglichkeiten unverzüglich zu beheben sind. „Das bedeutet,“ so Ackermann gegenüber unserer Zeitung, „dass nach der Kontrolle die Sanierung erfolgen muss.“ Ein erheblicher „Reparaturaufwand“ werde die Haushalte künftiger Jahre belasten.
Ein erfreulicheres Thema war anschließend im Magistrat zu besprechen, ging es doch um die Aufforderung des Landrats, für die Sportplakette des Landes Hessen und den Ehrenpreis für vorbildliche Sozialarbeit im Vogelsbergkreis Vorschläge zu unterbreiten. „Hierbei waren wir uns schnell einig: Walter Theis, der seit Jahrzehnten im Schützenverein Grebenau Jugendarbeit leistet und auch ein hervorragender Schütze ist, wird vom Magistrat einstimmig für die Sportplakette vorgeschlagen.“ Auch der Ehrenpreis für die Sozialarbeit soll nach einstimmigem Votum an das langjährige DRK-Mitglied Erika Schmidt gehen. Beide Vorschläge werde man dem Landrat im einem Schreiben unterbreiten.
Der Ausbau der Bahnhofstraße durch Erweiterung der Zweckbestimmung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beschäftigte weiterhin das Verwaltungsgremium, hier wolle man erreichen, dass vom Beginn der Landesstraße in die Einmündung Bahnhofstraße bis zum Abzweig Jahnstraße eine Sanierung mit öffentlichen Zuschüssen möglich werde. „Auch die Schwarzabrücke soll in diesem Zusammenhang erneuert werden.“ Eine diesbezügliche Kostenaufstellung gehe von 90.000 € Mehrkosten aus, die eine parlamentarischen Beratung und Beschlussfassung erforderlich machten.“ Ein entsprechender Antrag beim ASV Schotten werden dennoch vorsorglich gestellt werden.
Zum Abschluss vergab der Magistrat ein Ackergrundstück an einen Biebener Landwirt, nachdem unter drei Bewerbern das wirtschaftlichste Gebot ausgewählt worden war. Außerdem habe man den Beschluss des Ortsbeirates berücksichtigt, primär ortsbezogene Gebote zunächst zu berücksichtigen.
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