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„Besondere Gäste“ – Was tun?
Kabelbiss und Dachbodenspuk - Der Steinmarder
Der Steinmarder ist eigentlich ein possierlicher, eleganter, siedlungsnah lebender kleiner Beutegreifer. Allerdings bereiten Steinmarder manchmal auch Unannehmlichkeiten, wenn sie sich zum Beispiel auf dem Dachboden häuslich einrichten und die Jungmarder herumtoben. Marder dauerhaft zu vertreiben ist oftmals schwierig, da der verwaiste Platz vielfach schnell wieder von einem Nachfolger bezogen wird. Der Marder unterliegt dem Jagdrecht und darf deshalb nur unter Einhaltung von jagd- und Tierschutzrechtlichen Vorschriften gefangen oder getötet werden. Mit zunehmender Population und Lernfähigkeit entwickelt sich der Steinmarder immer mehr zum „Automarder“. Wenig beliebt ist der Marder bei Autofahrern und „Laternenparkern“ durch das Verbeißen von Autoteilen wie Zündkabel, Kühlschläuchen und Dämmmaterial. Dieses Verhalten hat sowohl mit der Neugier und dem Spieltrieb als auch mit dem Revierverhalten der Steinmarder zu tun. Folgende Maßnahmen halten den Marder von Autos fern:
- Waschen Sie den Motorraum aus, um Duftspuren zu entfernen, mit denen Marder ihr Revier markieren.
- Bringen Sie eine spezielle Kabelummantelung, die im Kfz-Handel erhältlich ist, an.
- Installieren Sie ein handelsübliches elektrisches Abwehrsystem.
- Legen Sie ein großes Stück Maschendraht nachts unters Auto. Die vorsichtigen Marder lassen sich von diesem unbekannten Objekt meist abschrecken.
Zu Unrecht verfolgt - Hornissen
Hornissen sind friedliche Jäger. Sie ist die größte heimische Wespenart (gelb und rotbraun gefärbt). Im Gegensatz zu anderen Wespen ist die Hornisse dem Menschen gegenüber friedfertig. Ein Hornissenvolk (bis zu 700 Tiere) kann am Tag bis zu einem halben Kilo Insekten wie fliegen, Bremsen und andere Wespen vertilgen, die dem Menschen oft eine Plage sind. Man sieht sie nicht oft, ihr Erscheinen ruft aber bei den meisten Menschen Angst oder Nervosität heror. Der Ruf des „Killerinsekts“ hängt der Hornisse allerdings völlig zu Unrecht an. Dass drei ihrer Stiche ausreichen, einen Erwachsenen zu töten, hat sich als Märchen herausgestellt. Für einen gesunden (nicht allergischen) Menschen stellt ein Hornissenstich keine besondere Gefahr dar. Hornissengift ist nicht giftiger als das der Wespe oder Biene. Außer in unmittelbarer Nähe ihres Nests sind Hornissen sehr friedlich und weichen dem Menschen aus. Hornissen sind selten und finden oft keinen geeigneten Platz zum Nestbau. Daher sind Hornissen und ihre Nester besonders geschützt. Erfreuen Sie sich an diesen spektakulären Untermietern! Sollten Sie sich durch das Nest von Hornissen jedoch in ihrem Haus bedroht fühlen, lassen Sie sich durch die örtliche Natur- und Vogelschutzgruppe beraten, die im Notfall ihr Nest umsiedeln kann. Generell sollten Sie langsame Bewegungen machen und nicht schlagen, um Wespen und Hornissen zu verscheuchen.
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