Schlaraffenland in der Kriminalstatistik

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Grebenau: Schlaraffenland in der Kriminalstatistik – Fachtagung der Vogelsberger Polizeispitze im Rathaus – Aufklärungsquote von über 80 %

Grebenau(r.) Geht es nach der von Kriminaloberrat Michael Janßen am vergangenen Mittwoch im Sitzungssaal vorgelegten Kriminalstatistik für den Vogelsbergkreis, kann man nur zu einem Schluss kommen: Hinsichtlich der Kriminalitätsbelastung leben die Gründchenbewohner in einem Schlaraffenland.  Erstmals tagte die Spitze der Vogelsberger Polizei im Grebenau, Grund genug für Bürgermeister Jürgen Ackermann, an der Besprechung im Sitzungssaal weitgehend teilzunehmen. Glänzend vorbereitet hatte sich die Arbeitsgruppe um KOR Michael Janßen, Leiter der Polizeidirektion Vogelsbergkreis, führte sie doch gegenüber dem Grebenauer Rathauschef explizit die Kriminalitätsbelastungen anhand ausgewählter Delikte in den vergangenen Jahren aus.

Nach Darstellung von 1. PHK Horst Bichel und PHK Harald Bartel sei festzustellen, dass sich die Kriminalitätsbelastung im 10-Jahresvergleich zwischen 6011 und 5705 Delikten bewegte. „Bei einem Vergleich aller Kommunen des Vogelsbergkreises zeigt sich eine deutliche Spanne von 44 Delikten in Grebenau bis zu 1845 Delikten in Alsfeld.“ Sehr zufrieden sei man mit der Aufklärungsquote, diese liege über dem Landesdurchschnitt und betrage 54 %. „Auch die Häufigkeitszahl liegt 4856 deutlich unter dem Landesdurchschnitt,“ merkte KHK Wolfgang Taschner von der Regionalen Kriminalinspektion an. Für Grebenau sei festzustellen, dass sich die Kriminalitätsbelastung im 9-Jahresvergleich zwischen 44 und 71 Delikten bewege. Der bisherige Tiefstand bei den registrierten Straftagen wurde im vergangenen Jahr erreicht. Die Aufklärungsquote erreichte im Jahr 2001 einen Spitzenwert von 80,3 %. Hinsichtlich der Häufigkeitszahl liege Grebenau deutlich unter dem Kreisdurchschnitt und besitze im Gesamtvergleich aller Kommunen des Vogelsbergkreises die geringste Häufigkeitsanzahl. „Die Polizeidirektion Vogelsberg hatte in den letzten Jahren in Grebenau keine klassischen Einsatzlagen zu bewältigen,“ war sich auch 1. PHK Mischael Duschka bewusst.

Einen anderen Aspekt führte PHK Martin Fischer an, die Verkehrslage. Hier könne für Grebenau festgestellt werden, das im vergangenen Jahr 34 Unfälle registriert worden seien. „Das sind 1,3 % aller Verkehrsunfälle im Kreisgebiet.“ Der polizeilich registrierte Sachschaden betrage 70.620 €, letztlich zeige sich an dieser geringen Unfallzahl auch das Verkehrssicherheitskonzept des Polizeipräsidiums Osthessen. „Lieber... als... hat man sich zur Aufgabe gesetzt,“ legte POK Elvira Idt, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, gegenüber den aufmerksamen Zuhörern dar. Außerdem gebe es eine von ihr betreute polizeiliche Beratungsstelle, die die Bürger des Vogelsbergkreises gerne in Anspruch nehmen könnten (Tel. 06631-9740, 06641-9710).

Weitere Fachgespräche, an denen gleichfalls PHK Volker Doubleur, zuständig für die zentralen Dienste in Lauterbach, teilnahm, handelten von den Sicherheitslagen im Vogelsbergkreis, Kriminaloberrat Michael Janßen konnte gegen Ende der Fachtagung nicht nur dem Grebenauer Bürgermeister ein kleines Dankeschön für die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, sondern auch mit seinen Mitstreitern ein kräftigendes Mahl in einer Grebenauer Gaststätte einnehmen. Fazit der gelungenen Veranstaltung: „Der Erfahrungsaustausch hat viel gebracht und wird fortgeführt.“

360PolizeiBürgermeister Jürgen Ackermann, PHK Martin Fischer, Volker Dubleur, Harald Bartel, POK Elvira Idt, KHK Wolfgang Taschner, 1. PHK Martin Duschka, Kriminaloberrat Michael Janßen , 1. PHK Horst Bichl

Abkürzungen:
POK = Polizeioberkommissar, PHK = Polizeihauptkommissar, 1. PHK = Erster Polizeihauptkommissar, KOR = Kriminaloberrat, KHK = Kriminalhauptkommissar

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