Rasern Kampf angesagt

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Reimenrod: Ortsbeirat empört über vbv Alsfeld – Rasern Kampf angesagt – Feldwege müssen instand gesetzt werden

REIMENROD(r.) Wie immer gut besucht war die jüngste Sitzung des Ortsbeirates, zu der Vorsitzender Gerhard Agel neben Bürgermeister Jürgen Ackermann und Jagdvorsteher Uwe Büttner seine vollständig erschienenen Kollegen und zahlreiche Zuschauer am Montag Abend im Dorfgemeinschaftshaus begrüßen konnte. Gleich das erste Thema sorgte für heftige Diskussion: Die Verlegung einer Haltestelle in der Dorfmitte. Auf Veranlassung der zuständigen Vogelsberger Verkehrsgesellschaft (vbv) waren Ortsvorsteher und Bürgermeister in verschiedenen Terminen mit der vbv übereingekommen, eine weitere Haltestelle am Ortseingang von Bieben einrichten zu lassen. „Dies geschah auf ausdrücklichen Hinweis durch die vbv, dass die Sicherheitsbestimmungen dies erfordern“; fasste Ortsvorsteher Gerhard Agel die Ergebnisse zusammen. Geschehen sei allerdings nichts, auch nach einem halben Jahr könne man keinen Fortschritt beobachten. „Dieses Verhalten sollten wir nicht hinnehmen“, legte Jürgen Schmidt als Ortsbeirat seine Auffassung nachdrücklich dar. Bürgermeister Jürgen Ackermann wurde dann auch gebeten, nochmals gegenüber der vbv die verkehrstechnischen Wünsche des Ortsbeirates deutlich zu machen.
360reim-ob02Ein anderes straßenrechtliches Thema beschäftigte anschließend die Ortsbeiräte, der Ortseingang von Eifa sei mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h festgelegt, tatsächlich könne man aber Raser beobachten, die erst weit hinter der zum Dorf hin versetzten Ortstafel erst abbremsten. „Die Versetzung der Ortstafel kommt einem Schildbürgerstreich gleich“, machte stellvertretender Ortsvorsteher Rüdiger Schwalm deutlich. Deshalb müsse man in einem Termin mit der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei nochmals versuchen, sowohl die Ortstafel zu versetzen als auch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h zu senken. „Dies ist ein vernünftiger Vorschlag, den ich nur unterstützen kann,“ legte Bürgermeister Jürgen Ackermann seine Haltung dar. Die Ortsbeiräte beauftragten anschließend einstimmig den Rathauschef, in diesem Sinne bei den Behörden vorstellig zu werden.

Bauliche Friedhofsmaßnahmen sind nach Ansicht des Ortsbeirates in den kommenden Wochen notwendig, zum einen müsse man die Urnengräber mit einfachen Mitteln „einfassen“, zum anderen sei eine Treppe erforderlich, die der Bauhof kostengünstig einsetzen könne. Mit einer Enthaltung erfolgte dann auch der entsprechende Beschluss als Auftrag an die Verwaltung. Hinsichtlich der Reparaturmaßnahmen von Feldwegen wolle man sich mit Jagdvorsteher Uwe Büttner treffen, um die seit Jahren übliche Arbeits- und Finanzteilung im Sinne Reimenrods voranzutreiben.

Abschließend konnte noch ein letztes Ärgernis angesprochen werden, die Reinigungspflicht und das Freihalten von Bürgersteigen sei eine Selbstverständlichkeit, die manche Bürger in Reimenrod nicht verinnerlicht hätten. „Hier sind Gespräche mit den Betroffenen erforderlich, notfalls müssen auch rechtliche Konsequenzen gezogen werden,” machte Ortsvorsteher Gerhard Agel abschließend deutlich.

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