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„Das geht bei Ihnen mit einer Büroklammer!“ Digitalfernsehen beschäftigte Technologieausschuss – 2006 flächendeckende Einführung?
Grebenau(r.) Hochkarätig besetzt war der jüngste Technologieausschuss, hatte doch Vorsitzender Wilfried Göttert (CDU) den Technischen Abteilungsleiter beim HR Frankfurt, Horst Hoelzel, zu einem spannenden Thema eingeladen: Kann im Gründchen, ganz allgemein im Vogelsbergkreis, in den nächsten Jahren mit terrestrischem digitalen Fernsehen gerechnet werden?
Das Zauberwort hierzu, das Referent Hoelzel im Beisein von Bürgermeister Jürgen Ackermann und interessierten Ausschussmitgliedern vortrug, war DVB-T (digital video broadcast terrestrial), und drückt die Möglichkeit aus, auf herkömmlichen Weg, allerdings digital, Fernsehprogramme zu empfangen. Der Frankfurter Nachrichteningenieur legte zunächst in seinem PowerPoint– unterstützten Vortrag dar, dass derzeit lediglich 10 % aller Haushalte digitalen Satellitenempfang hätten. Dies der Ansatzpunkt, mit einen DVB-T Empfänger auf den terrestrischen digitalen Empfang umzustellen. Auf die Frage von Ausschussmitgliedern, welche Antennen man denn dafür benötige, antworte der HR–Abteilungsleiter mit Blick auf den nahen Sendemast beim Rimberg: „Das geht bei Ihnen mit einer Büroklammer!“ Lediglich ein anderer Receiver und eine kleine Stabantenne seien dazu erforderlich.
Weniger deutlich konnte er allerdings beantworten, wann die flächendeckende herkömmliche Ausstrahlung den Vogelsberg erreiche. „Wir haben verschiedene Sendestandorte im Rhein-Main-Gebiet, die aber alle nur bis Gießen abstrahlen können.“ Nördlich davon müsse man an andere Sender gehen, hier biete sich der Rimberg für einen weiteren Abstrahlungsbereich des Vogelsbergkreises an. Ob die Versorgungsstandorte ab 2006 auch in der strukturschwachen Gegend ausgebaut würden, sei im Verwaltungsrat des Hessischen Rundfunks noch nicht entschieden worden, die Grundtendenz sei aber positiv. Auch ein anderes Problem müsse man noch lösen: Da die privaten Anbieter sich derzeit nicht an dem Projekt beteiligten, blieben nur ARD, ZDF und sonstige öffentlich-rechtlich Anbieter übrig. „Dies bringt lediglich 12 Programme“, stellte Bürgermeister Jürgen Ackermann während des Vortrages fest. DVB-T sei deshalb nur „additiv“ zu sehen, also ergänzend zur bestehenden Empfangsebene. Eines machte Horst Hoelzel allerdings zum Abschluss seines informativen Vortrages deutlich: „Das analoge Signal wird spätestens 2010 abgeschaltet.“
Vorsitzender Wilfried Göttert dankte dem Referenten und wies darauf hin, dass zu dem Thema Info-Material über die Stadtverwaltung Grebenau bezogen werden könne. Jedenfalls wolle man sich dafür einsetzen, dass auch die Privaten wie z.B. PRO 7, RTL, SAT und andere auf den DVB-T-Zug aufspringen. „Hier werden wir noch Gespräche an anderer Stelle führen müssen.“
 Aufmerksame Zuhörer: Vorsitzender Wilfried Göttert und Schriftführerin Anette Ackermann verfolgen die Ausführungen vom technischen Abteilungsleiter Horst Hoelzel
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